Mit Zöliakie elf Tage mit Rucksack und Zelt auf Reisen

Unsere Teenietochter wird von der Schule aus im Herbst 10 Tage auf das Projekt Herausforderung gehen. Das ist wirklich eine coole Sache! Die Jugendlichen planen selber ihr Projekt und müssen dabei für jeden eine (kleine) persönliche Herausforderung einbauen. Sie haben geplant, sich in einer Stadt aussetzen zu lassen und von dort aus alleine den Weg zurück zur Schule zu laufen. Mit dabei haben sie einen Reisekocher, Zelt und Schlafsack. Unterwegs werden sie ein Foto von jedem gesehen DM-Drogeriemarkt und von jeder Kirche machen (ziemlich coole Kombi, wie sie da wohl drauf gekommen sind ;-)). Zuvor haben sie viele Menschen nach Spenden pro Foto gefragt. Am Ende des Projekts sammeln sie das Geld ein und spenden es. Sie werden in einer Gruppe mit fünf Teenies im Alter zwischen 14 und 16 Jahren unterwegs sein. Es ist ein Erwachsener dabei, der aber nur eingreifen darf, wenn es und Leib und Leben geht. Die Jugendlichen sollen diese Herausforderung selber meistern. So weit, so gut. Ich finde die Idee toll.

Nun wird jedoch die zunächst „kleine“ Herausforderung für sie und auch für uns Eltern groß. Es wurde bei ihr ja just eine Zöliakie diagnostiziert. Eigentlich haben sie und ihre Gruppe geplant, unterwegs von ihrem zuvor selbst erarbeiteten Budget Essen zu kaufen. Jetzt gibt es aber fünf Probleme:

  1. Das Essen muss vegetarisch und glutenfrei sein.
  2. Das finanzielle Budget ist recht klein (es soll ja eine Herausforderung sein) und glutenfreie Produkte sind teuer.
  3. Können wir ihr nicht viel Essen mitgeben, da sie das ja auch alles bei ihrem Roadtrip zu Fuß schleppen muss und das Essen auf Dauer ja auch nicht gekühlt werden kann und somit schlecht wird.
  4. Mal eben so zwischendurch was essen wird schwer.
  5. Haben sie nur einen kleinen Reisekocher, mit dem man nicht wirklich viel machen kann. Das läuft wahrscheinlich auf Dosenfutter hinaus (*örks*). Aber finde da mal was glutenfreies und vegetarisches….

Sie wird einen eigenen kleinen Topf mitnehmen. Knäckebrot (das isst sie sehr gerne) und Gemüse wird sie im Supermarkt bekommen. Um das Frühstück und Abendessen mache ich mir keine großartigen Sorgen, das kann sie gut meistern. Die warme Mahlzeit wird die Schwierigkeit werden.

In den nächsten Wochen werden wir uns dann mal auf die Suche machen, verschiedene Läden abklappern und schauen, wo sie dann was einkaufen kann. Wir selber wissen nicht, wo sie „ausgesetzt“ wird und wo ihre Gruppe herlaufen wird (das wissen sie ja selber nicht). Wir erstellen dann eine Liste mit Infos, in welchen Läden sie was kaufen kann.

Drückt uns mal die Daumen, dass wir noch eine gute Lösung und passende glutenfreie und vegetarische Produkte finden werden. Wenn ihr Ideen habt, bitte nur her damit! Wir sind über alle Anregungen dankbar! Ich werde dann wieder darüber berichten, wenn wir mehr wissen.

Lieben Gruß,

Jani.

2 Gedanken zu “Mit Zöliakie elf Tage mit Rucksack und Zelt auf Reisen

  1. Das hört sich wirkich spannend an – im doppelten Sinn. Toi – toi – toi.
    Bislang sind unsere Großen noch auf der „sicheren“ Seite, so dass ich dir eigentlich nicht wirklich Tipps geben kann. Mir fällt gerade spontan ein, dass es von Uncle Ben’s Tüten mit Reisgerichten in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, die können mit heißem Wasser zubereitet werden. Aber Vorsicht, es sind nicht alle GF!
    Bist du schon beim der FB-Gruppe Zöliakie Austausch? Da mal in der Gruppen-Suche suchen und wenn du nicht fündig wirst, dann in die Gruppe fragen. Da wird jedem geholfen!
    Ich wünsch euch ganz viel Erfolg und bin auf deine weiteren Berichte sehr gespannt! LG

    Gefällt 1 Person

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