Urlaub in der Bretagne: Der mystische Wald von Huelgoat

Heute möchte ich euch von unserem Ausflug in den mystischen Wald von Huelgoat (dem Zauberwald), das bretonische Fontaineblau, berichten und euch eindrucksvolle Bilder zeigen. Solltet ihr irgendwann in der Nähe sein, fahrt dort auf jeden Fall hin. Es ist dort sehr schön und lohnt sich für Klein und Groß!

Huelgoat ist ein kleiner Ort und liegt etwa 30 km südlich von Morlaix entfernt. Hier befindet sich auch der Zauberwald, der von einer wunderschönen, mystischen Felsenlandschaft geprägt und durchzogen von einem Wildbach ist. Dieser lädt zum Spazierengehen und Wandern ein. Auf den großen Steinfelsen kann auch geklettert werden.

Der Wald ist sagenumwoben. Eine dieser Geschichten ist die, über den Riesen namens Gargantua, der aus Wut über zu wenig Essen die Steine vom Norden der Bretagne in den Süden bis nach Huelgoat geworfen hat. Wissenschaftlich betrachtet sind die Steine jedoch das Ergebnis vulkanischer Aktivität und Jahrtausenden der Erosionen. Dennoch kann man bei der atemberaubenden Menge und vor allem Größe der Steine verstehen, warum die frühen Bretonen an die Sage mit dem Riesen glaubten.

Die Felsbrocken sind riesengroß und liegen teilweise eng beieinander, so dass man sich hindurchschlängeln oder hindurchzwängen muss ;-). Manchmal sind die Wege steil und felsig und nicht immer ganz einfach zu gehen. Mit Kinderwagen und Rollstuhl sowie für Gehbehinderte ist eine Wanderung/ein Spaziergang hier nicht zu empfehlen bzw. unmöglich. Kleinere Kinder haben wir viele gesehen und unsere sechsjährige Quatschtröte hat auch großen Spaß gehabt und ist viel gelaufen. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Wege bei Nässe glitschig und sehr rutschig werden können. Da solltet ihr aufpassen. Festes Schuhwerk ist unabhängig vom Wetter absolut zu empfehlen.

Der Spaziergang startet beim Moulin du Chaos, einer 800 Jahre alten Mühle.

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Auch wenn die Steine wie chaotisch angelegt wirken, so erscheint es, als stehen sie in einem sensiblen Zusammenspiel.

Es gibt eine Landkarte, auf der man sich gut orientieren kann, da es einige verschiedene Wanderwege gibt. Zu sehen gibt es hier viel, teilweise auch geologische Seltsamkeiten:

  • la Roche Tremblante, der beweglicher Felsen, über 100 Tonnen schwer, 7 Meter lang und 3 Meter hoch

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  • Grotte d‘Artus, ein Felsen, der an eine Höhle erinnert

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  • le Gouffre mit dem eindrucksvollen Wasserfall, der mit ungeheurer Kraft hinab stürzt und in der Erde verschwindet
  • la Grotte du Diable (die Teufelsgrotte), die man über eine steile Treppe und einem steinigen, dunklen Weg erreicht und unter den Felsen liegt (leider auf Grund der Dunkelheit sehr schlechte Bildqualität, sorry!)

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  • le Champignon (der Pilz)

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  • le Ménage de la Vierge (der Haushalt der hl. Jungfrau),
  • la Mare aux sangliers (Wildschweinteich),
  • la Mare aux Féés (Feenteich)
  • le Camp d’Artus (Artus-Lager)

Leider konnten wir nicht alles sehen, da es ein riesengroßes Waldgebiet mit langen, verschiedenen Wanderwegen ist. Aber das was wir gesehen haben, hat uns sehr begeistert.

Die Parkplatzsituation ist in Ordnung, kostenlose Parkplätze gibt es an vielen Stellen. Eintritt kostet der Wald auch nichts. Ich würde sagen, rundum eine sehr attraktive Sehenswürdigkeit für Familien.

Lieben Gruß,

Jani.

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