Minimalismus als Familie: unsere Küche

Ich kann es gar nicht glauben! Nachdem ich gestern auf Instagram ein Foto unserer leeren Küchenschränke veröffentlichte, kann ich heute schon die frisch gestrichene Küche zeigen und über das Ausmisten berichten. 🙂 Mein Mann kam von der Arbeit, nahm mit mir gemeinsam die Schränke ab, verputzte die Löcher und abends wurde noch schnell die Wand gestrichen. Ja, so sind wir. Wenn wir uns etwas in den Kopf gesetzt haben, wird es schnell umgesetzt. *lach* Wenn ich das gerade selber lese, muss ich darüber lachen. Aber nun gut, du möchtest mehr über das Ausmisten wissen, also los geht’s!

Wir haben eine recht große Küche. Nicht alleine nur die Quadratmeterzahl, sondern auch die Küche selber. Neben zwei Oberschränken plus einen Vitrinenschrank Värde in weiß von Ikea, haben wir zahlreiche Unterschränke. Mich hat die Masse schon lange gestört. Ich mag Oberschränke nicht so gerne. Die nehmen viel Platz, Sicht und Helligkeit weg. Das war aber noch nicht immer so, erst seit einiger Zeit empfinde ich das so. Eigentlich, seitdem wir unser auf „weniger ist mehr“ beschränken. So sahen unsere Oberschränke aus:

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Wenn es nach mir gehen würde, hätten wir eine wesentlich kleinere Küchenzeile. Auf keinen Fall Hochglanz (wer bitte kauft freiwillig Hochglanzküchen? Die sauber zu halten ist ziemlich ätzend) und mit ganz viel Naturholz *träum*. Als wir aber das Haus vor acht Jahren kauften, war die Küche bereits mit drin. Und die ist wirklich hochwertig und immer noch in einem sehr guten Zustand. Die wird auch noch die nächsten 20 Jahre halten, weshalb wir die bestimmt nicht rausreissen und gegen eine kleinere ersetzen werden. Das wäre Quatsch und absolut nicht nachhaltig. Somit bleibt sie drin und wird genutzt.

Gestern habe ich dann in einem Schwung allen Kram aussortiert, den wir nicht nutzen. Das hat wieder einmal richtig viel Spaß gemacht. Nach etwa drei Stunden war ich fertig. Es kam Unmengen an Gegenständen zusammen, die wir seit Ewigkeiten nicht mehr nutzten. Das es so viel ist, damit habe ich gar nicht gerechnet. Auch hatten wir viel zu viele Tassen, Teller und Gläser. Ab und an erwachte mich der Gedanke „Na, das kannst du doch noch mal gebrauchen!“, aber dieses Mal konnte mich dieser Gedanke nicht überlisten. Dieses Mal war ich schlauer. 😉 Unsere Minimalismuseinstellung ist wirklich in Fleisch und Blut übergegangen. Während ich einige Gläser und Tassen rigoros aussortierte, habe ich einige Teller nur zur Seite gestellt. Teller gehen immer mal kaputt und so können wir sie dann einfach ersetzen, ohne neue zu kaufen. Wir haben in den Schränken jetzt nur noch das, was wir wirklich auch nutzen.

Ich habe so viel Platz geschaffen, dass wir die drei (!) vollgestellten Oberschränke nicht mehr brauchen und abmontieren konnten. All unsere Gegenstände finden jetzt in den vorhandenen Unterschränken Platz. Dies hat auch noch einen weiteren Vorteil: Selbst unsere Quatschtröte kommt jetzt an die Teller, Gläser und Tassen ran und kann sich selbst bedienen. Und unsere Küche wirkt heller, freundlicher und auch noch größer.

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Mit der Familie ist Minimalismus ja auch so eine Sache. Wir beschränken uns daher auf zwei wesentliche Aspekte: Wir brauchen es im Alltag und es macht uns glücklich. Alles andere kommt weg. Wenn ich alleine leben würde, würde mir weitaus weniger reichen. Aber ich bin eben nicht alleine und daher brauchen wir mehr, als ein Minimalist, der nur mit 100 Teilen lebt. Aber das ist auch gar nicht unser Ziel. Unser Ziel ist es, Platz zu haben, mit dem Notwendigen zu leben und – ganz ganz wichtig! – auch nichts neues anzuschaffen, das nicht wirklich notwendig ist. Das Geld wird gespart und später investiert.

Übrigens, der Värde-Vitrinenschrank von Ikea hing in der Ecke über der Sitzbank (Ecke weiße Wand/Tapete). Ohne ist es so viel schöner, wie ihr sehen könnt. An dieser einen Wand hingen drei Wandschränke.

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Wie ich schon in meinem Artikel Minimalismus – es geht in eine neue Phase schrieb:

Besitzt frisst Zeit, braucht Energie und kostet Geld.

Alleine dadurch, dass wir jetzt drei Küchenschränke weniger haben, müssen wir drei Schränke weniger sauber halten.

Die aussortierten Gegenstände habe ich über Ebay-Kleinanzeigen verschenkt. Innerhalb von 10 Minuten haben sich 5 Personen gemeldet. Drei Stunden später waren alle Sachen abgeholt. Auch das hat mich wieder glücklich gemacht. Ich hoffe, dass dieser jemand, der die Sachen abgeholt hat, sie auch wirklich brauchte.

Ich finde, die Küche wirkt dadurch noch größer, frischer und irgendwie auch freier. Natürlich ist sie jetzt noch nicht ganz fertig, es sieht noch etwas kahl aus. Wahrscheinlich kommt da noch eine Pflanze hin und ein Print an die Wand.  Dabei werde ich aber nichts überstürzen und es erst einmal wirken lassen. Alles andere wird kommen. Neues wird sowieso nicht gekauft. Wenn ich neu dekorieren möchte, müssen die vorhandenen Sachen dafür herhalten. Aber das hat erst einmal Zeit. Wichtig war mir, euch den Unterschied direkt zu zeigen. 

Wenn du mehr über unseren Weg zum Minimalismus wissen möchtest, empfehle ich dir diese bisherigen Beiträge:

Lieben Gruß,
Jani ❤

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