Pssst: Let’s talk about…. Menstruationstassen

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„Was? Du nutzt Menstruationstassen? Das ist doch ekelhaft!“ Ja, so ähnlich habe ich vor vielen Jahren selbst einmal gedacht. Eine ehemalige Freundin von mir hat die Menstruationstasse schon vor über 10 Jahren entdeckt und benutzt. Ich konnte mir das damals überhaupt nicht vorstellen. Mir kam das so komisch, so unnatürlich vor, ich kann das gar nicht beschreiben. Heute denke ich mir, sind Binden und Tampons besser und natürlicher? Natürlich nicht! Es ist schon interessant, wie sich ein Mensch im Laufe der Jahre über verändern kann. Ich selber bekomme heute gemischte Rückmeldungen von „Wow, berichte mal, das klingt ja spannend!“ bis hin zu „Ne, das kann ich mir auf keinen Fall vorstellen. Das ist ja ekelhaft.“ Für alle, die diese tolle Erfindung noch nicht kennen oder sich noch nicht trauen zu nutzen, möchte ich deshalb meine Erfahrungen teilen.

Durch den Minimalismus (passend zum Minimalismus ist auch dieser Artikel: Minimalismus als Familie: unsere Küche) achten wir auch immer mehr auf Nachhaltigkeit. Wir möchten weniger Müll produzieren, was sich manchmal als gar nicht so leicht herausstellt. Aber wir arbeiten dran. 😉 Und darüber wuchs auch der Wunsch bei mir, Hygienematerialien zu reduzieren. Durch die Nutzung von Binden und Tampons produzieren wir Frauen nunmal eine Menge an monatlichen Müll, der sich eigentlich vermeiden lässt.

Nach einigem Recherchieren, habe ich mich für die Menstruationstasse Me Luna entschieden. Sie kostet knapp 15 Euro und kann bei DM oder online gekauft werden. Neben der Menstruationstasse sind ein Stoffbeutel und eine Anleitung dabei.
Es gibt aber noch eine Menge anderer Menstruationstassen, die toll sein sollen, z. B. der Mooncup oder die Lunette. Die habe ich aber nicht getestet.

Menstruationstassen gibt es in verschiedenen Größen. Auf jeder der o. g. Internetseiten gibt es einen Größenberater, den du dir vor dem Kauf unbedingt anschauen sollest.

Die Vorteile von Menstruationstassen:

  • Die Scheidenschleimhäute trocknen nicht aus, es gibt keine negativen Auswirkungen auf die Scheidenflora
  • Anders als Tampons, hinterlässt die Menstruationstasse keine Fasern
  • Unsichtbarer Schutz ohne sichtbaren Rückholfaden. Dadurch auch hygienischer, da – anders als bei Tampons – nichts aus der Vagina herausragt
  • Die Menstruationstasse gibt es in verschiedenen Größen und hat ein hohes Fassungsvermögen, so dass sie auch länger als Binden oder Tampons getragen werden kann – je nach Menstruationsstärke bis zu 12 Stunden
  • Durch den Stoffbeutel ist die Menstruationstasse leicht zu transportieren
  • durch das entstehende Vakuum bietet die Menstruationstasse einen sicheren Schutz – auf Reisen, beim Sport und unterwegs
  • man kann sie über viele Jahre verwenden, wenn sie gut gepflegt wird. Es wird kein weiterer Müll produziert, was die Umwelt schont

Die Menstruationstasse muss vor dem ersten Gebrauch und nach jeder Periode in kochendem Wasser für etwa 5 Minuten sterilisiert werden. Damit du keine Infektionen bekommst ist es wichtig, vor dem dem Einführen oder Herausholen gründlich die Hände zu waschen.

Zunächst hatte ich etwas Sorge vor dem Einführen, da die Tasse im Vergleich zu einem Tampon schon recht groß ist. Diese Sorge war aber unbegründet. Es gibt verschiedene Falttechniken, die ausprobiert werden sollten. Nicht jede Falttechnik funktioniert bei jeder Frau gleich. Außerdem musst du schauen, in welcher Position du die Menstruationstasse am besten einführen kannst: Auf dem Klo, in der Hocke, mit angewinkeltem Bein über der Badewanne…. Probier einfach verschiedene Positionen aus.
Wichtig ist auch, dass sich die Menstruationstasse in der Vagina entfalten kann, damit ein Vakuum entsteht. Dabei musst du vorsichtig fühlen, ob sich der äußere Rand rund anfühlt, oder ob noch Dellen bestehen. Wenn Dellen vorhanden sind, kann kein Vakuum entstehen und demnach auch kein ausreichender Schutz. Durch leichtes hin und her drehen der Tasse, kannst du die Dellen lösen. Übrigens lässt sich die Tasse besser einführen, wenn du sie vorher mit kaltem Wasser befeuchtest.

Beim Herausnehmen musst du den äußeren Rand leicht zusammendrücken. So verliert die Menstruationstasse ihr Vakuum und kann vorsichtig herausgezogen werden. Einige Frauen haben dabei Sorge, dass sie viel mit dem Menstruationsblut in Berührung kommen. Diese Sorge ist aber unbegründet. Die Tasse wird in gerader Position herausgezogen und kann dann direkt in das Klo geschüttet werden. Kurz mit Wasser abwaschen und dann kann sie auch schon wieder eingesetzt werden.

Es bedarf ein bisschen Übung und anfangs auch Geduld. Aber man bekommt den Dreh schnell raus. Ich habe für dich mal drei Videos zusammengesucht, die die Funktion der Menstruationstasse gut erklären:

Wenn die Menstruationstasse mal undicht ist und du nicht weißt, warum:

Anfangs war ich recht unruhig und hatte Sorge, dass die Tasse ausläuft oder nicht richtig sitzt. Am ersten Tag ist das einmal passiert und ich wusste nicht woher. Ich fand dann heraus, dass es an der mangelnden Entfaltung (also den o. g. Dellen) lag. Seitdem achte ich darauf und es funktioniert prima. Ich dachte zunächst auch, dass ich sie beim Tragen spüre, aber auch das ist nicht der Fall. Ich selber bin mit dem Kauf sehr glücklich und freue mich, dass ich nun die Umwelt ein bisschen mehr schonen kann und jeden Monat sicher geschützt bin.

Lieben Gruß,
Jani ❤

 

 

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