Minimalismus
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Kleiderschrankausmisten die II

Ich habe in meinem Beitrag Minimalismus – es geht in eine neue Phase schon darüber geschrieben, dass ich meinen Kleiderschrank ziemlich ausgemistet habe und über die Kleiderberge erschrocken war. Meine Herbst- und Winterkleidung hatte ich zunächst noch belassen, da ich mir nicht sicher war, was ich davon wirklich tragen werde.

Seit ein paar Tagen habe ich wieder das Gefühl in mir, dass ich weiter ausmisten muss. Ich fühle mich unruhig und habe das Gefühl, dass ich wieder zu viel von allem habe. Es macht mich ein wenig nervös. Also beschloss ich, meinen Kleiderschrank wieder unter die Lupe zu nehmen und weitere Kleidungsstücke auszusortieren. 

Beim letzten Mal habe ich alle Kleidungsstücke, die ich länger nicht getragen habe und bei denen ich bezüglich des Tragens im Herbst- und Winter unsicher war, an einen umgedrehten Kleiderbügel aufgehangen. Diese Kleidung habe ich jetzt aussortiert. Allerdings behalte ich drei Strickjacken, auch wenn ich sie jetzt nicht trage. Sollte meine jetzige Lieblingsstrickjacke so kaputt gehen, dass sie nicht mehr zu reparieren ist, werde ich auf diese Jacken zurückgreifen. Wegschmeissen wäre da zu schade, da ich weiß, dass ich sie irgendwann tragen werde (meine Strickjacken sehen alle ziemlich ähnlich aus).
Ebenso habe ich noch einige Shirts gefunden, die ebenfalls wegkommen. Ich mag es überhaupt nicht mehr, Shirts mit einem Print oder Muster zu tragen. Manche davon lagen lange Zeit ganz unten auf meinem T-Shirtstapel und wurden nicht angerührt. Drei Shirts mit Print habe ich weiter getragen, allerdings habe ich mich beim Tragen nicht mehr wohlgefühlt. Zum einen wegen der Prints, zum anderen weil sie etwas ausgeleiert waren.
Insgesamt habe ich drei Winterjacken, wovon ich nur eine wirklich trage. Also kommen die anderen beiden auch weg. Diesen Wintermantel trage ich auch im Sommer, da ich da das Innenfell herausnehmen kann. Im Prinzip trage ich das ganze Jahr über die gleiche Jacke. Ich für mich habe jetzt vollkommen klar, dass ich nur diese eine Jacke wirklich gerne trage. Letzte Tage hatte ich eine von den beiden anderen mal angehabt, aber ich habe mich darin nicht mehr wohlgefühlt. Witzig, jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass sie auch ein Muster hat (Punkte). Langsam bleicht die schwarze Farbe bei meiner Lieblingswinterjacke aus, aber dann werde ich sie ggf. irgendwann färben. Aber andere Jacken brauche ich tatsächlich nicht.

Bei den Schuhen war das auch so eine Sache. Ich habe drei Paar Chucks (gehabt), die ich eigentlich nie trage. Irgendwie konnte ich mich nie davon trennen. In meinem Kopf herrschten die Gedanken „Könnte ich ja irgendwann noch einmal tragen.“ Alle bis auf die Weißen habe ich jetzt weggetan. Im Prinzip habe ich jetzt noch

  • ein Paar dicke Winterschuhe,
  • ein Paar Herbstschuhe,
  • Birkenstockschlappen für den Frühling und Sommer,
  • ein Paar Ballerina,
  • FlipFlops (für Sauna & Co.),
  • Turnschuhe für den Sport,
  • ein Paar Sneaker und ein Paar Chucks.
  • Ach und ein Paar Wandersandalen, ein Paar Wanderschuhe und ein Paar Gummistiefel für den Garten.

Das klingt immer noch nach viel, aber das sind Schuhe, die ich brauche (wenn auch nicht regelmäßig). Wobei ich bei den Chucks immer noch unschlüssig bin. 😉 Die brauche ich ja nicht wirklich. Mir fällt es unerklärlicherweise echt schwer, mich von denen zu trennen. Kommt Zeit, kommt Rat.

Da ich drei regelmäßig (ungern) getragene Shirts aussortiert habe, möchte ich diese kleine Lücke auffüllen. Ich halte daher nach zwei bis drei gebrauchten Pullis/Strickpullis Ausschau, so dass wenigstens etwas Abwechslung im Herbst und Winter da ist und die Lücke gefüllt ist. Dann ist aber auch meine Herbst/Wintergarderobe komplett und fertig. Vor allem fühle ich mich dann wieder wohler. 

Normalerweise trage ich immer ein T-Shirt oder Top mit einer Strickjacke oder Jeansjacke, das ist mir in den letzten Wochen noch einmal deutlich bewusst geworden. Man kennt mich gar nicht anders. Ich habe auch keine Lust auf Experimente und trage immer dasselbe. Und sollte ich mal experimentiert haben, blieb die Kleidung meist ungetragen im Schrank liegen. Es haben sich echt viele Experimentsünden angehäuft. 😦 Diesbezüglich habe ich mich viel besser kennengelernt.

Ich bin immer noch überrascht, wie viel Kleidung da tatsächlich doch noch wieder zusammengekommen ist, obwohl ich vorher schon so rigoros aussortiert habe. Langsam ist aber Land in Sicht. 😉 Das obere Foto zeigt übrigens die Kleidung an, die ich aussortiert habe….. 

Lieben Gruß,
Jani ❤

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: Minimalismus

von

Jani. | Mutter. Ehefrau. Arbeitnehmerin. Studentin. Bloggerin. Schöne Dinge Liebhaberin. Entdeckerin. Tüftlern. Denkerin. Kleine Weltverbesserin. Optimistin.

2 Kommentare

  1. Danke, für diesen Beitrag. Auch ich musste mir erst bewusst werden, dass ich im Herbst/Winter voll der Strickjacken und T-Shirt/ Langarmshirt Typ bin. Darin fühle ich mich am wohlsten. Ich hatte auch genügend Experiment Klamotten, die ich dann weg getan habe. Vor dem Ausmisten stand ich morgens teilweise vor meinem Schrank und war am experimentieren. Und wurde immer wahnsinnig, weil am Schluss war es doch wieder das altbewährte (Strickjacke und T-Shirt):) Wenn man sich gefunden hat, dann braucht man nur noch das, was einem glücklich macht 😉
    Hast du denn manchmal noch Lust auf Shoppen? Wie gehst du mit den Eindrücken deiner Umwelt um? Ich habe es ganz oft so, dass ich etwas schönes bei meinen Freundinnen sehe und es kribbelt mir in den Fingern, es zu kaufen…. Oder hast du manchmal auch so ein Gefühl, nichts zum anziehen zuhaben, weil du das Shirt schon die ganze Woche anhattest oder so?

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    • Liebe Tabi,

      mir ging es genau wie dir. Jeden Morgen stand ich vorm Kleiderschrank und wusste nicht, was ich anziehen sollte. Das hat mir wertvolle Zeit gekostet. Jetzt nehme ich mir irgendwas aus dem Schrank und es passt immer zusammen :-).
      Nach allen Experimenten-Käufen griff ich sowieso immer wieder auf meine altbewährten Sachen zurück, genau wie du.

      Lust auf Shoppen habe ich gar nicht. Ich mag auch die Menschenmassen nicht. Es nervt mich einfach nur. Wie ich mit den Eindrücken meiner Umwelt umgehe… Hm, ich habe viele Freunde, die sich ebenso wenig aus Kleidung machen, wie ich. Wobei ich mir wahrscheinlich im Vergleich noch am meisten Gedanken um meine Kleidung mache *lach*

      Wenn es mir nicht gut geht, dann juckt es mir manchmal in den Fingern. Dann denke ich, dass ich blöd aussehe und etwas neues haben möchte („Andere sind viel schöner gekleidet als ich“). Mittelwege weiß ich aber ganz genau, dass dieser Gedanke nach ein paar Tagen wieder weg ist. Ich kenne mich da mittlerweile gut. Früher habe ich mir dann sofort was gekauft, heute warte ich ab. Das Gefühl ist bislang eigentlich immer wieder weggegangen. Solle es mal nicht weggehen, dann würde ich auf etwas Gebrauchtes zurückgreifen für wenige Euro.
      Wenn es mir gut geht, habe ich das Gefühl nicht. Sprich, wenn ich mit mir selbst zu frieden bin, stört mich das alles gar nicht.

      Ganz lieben Gruß,
      Jani

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