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Rezept für selbstgemachten Apfel-Rotkraut/Rotkohl und Anleitung zum Einkochen

Rotkohl essen wir schon immer sehr gern. Aber seitdem wir ihn selber machen, mögen wir ihn noch viel, viel lieber. Gerade an kalten Herbst- und Wintertagen ist der Rotkohl Balsam für die Seele. ❤
Es ist etwas Sauerei, die sich aber auf jeden Fall lohnt. Und einfrieren kann man ihn danach auch problemlos. Wir bereiten ihn immer einen Tag vorher zu, weil er nach dem Ziehen noch besser schmeckt.

Aktualisierung 10/2019: Am Ende des Beitrages findest du eine Anleitung zum Einkochen und Haltbar machen des Rotkohls.

Du brauchst dazu
1 mittelgroßer Rotkohl
500 ml Orangensaft
2 EL Himbeeressig
2 Schalotten
2 Äpfel
2-3 EL Zucker
3-4 EL Apfelmus
je 1 TL Salz, Pfeffer und Gemüsebrühepulver
etwas Schnittlauch

So geht’s
Den Rotkohl vierteln und Strunk entfernen. Anschließend in Scheiben schneiden und danach feinhacken soweit es geht (Vorsicht! Das wird eine Sauerei!) 😉 Alternativ kannst du ihn auch mit einer Raspel hobeln.
Die Schalotten schälen, kleinhacken und in heißem Öl anbraten. Rotkohl hinzugeben und ca. 5 Minuten anbraten.
In der Zwischenzeit die Äpfel zubereiten. Einen Apfel in kleine, feine Stücke schneiden, den anderen Apfel raspeln, zum Rotkohl hinzugeben und mit dem Orangensaft ablöschen.
Zucker, Himbeeressig, Schnittlauch, Gewürze und Apfelmus hinzugeben, gut umrühren, nach eurem Geschmack abschmecken und ca. 40 Minuten köcheln, anschließend 20 bis 30 Minuten garen lassen. Zwischendurch umrühren nicht vergessen 🙂

Falls du anschließend zu viel Flüssigkeit hast, kannst du sie einfach abgießen (oder als Flüssigkeit für die braune Sauce nehmen!)

Jetzt kannst du ihn direkt servieren oder noch einen Tag stehen lassen, damit er richtig durchzieht. Er schmeckt am besten, wenn er noch einmal über Nacht richtig durchziehen konnte. Dann noch mal richtig aufkochen und servieren.
Da ein ganzer Rotkohl wirklich viel ist, kannst du nach dem Abkühlen auch kleine Portionen einfrieren und z.B. zu Salaten auftauen und hinzugeben.

Schmeckt super lecker! Sogar meine wählerische große Tochter ist begeistert, das will was heißen! 😉

Rotkohl im Schraubglas einkochen und lange haltbar machen
Seit einiger Zeit befassen wir uns mit dem Thema  Selbstversorgung, weil wir Müll und Ressourcen zu sparen möchten. Bislang haben wir Speisen immer eingefroren, aber DIE Lösung ist das auch nicht. Warum? Weil unser Gefrierfach klein ist, über quillt und Einfrieren zudem eine Menge Ressourcen kostet. Nicht sehr praktisch. Eine Alternative ist das Einkochen. Wir haben uns einen gebrauchten Einkochautomaten gekauft und nutzen ihn fleissig. Wir können diese Anschaffung nur empfehlen, es vereinfacht einiges und du kannst größere Mengen einkochen.
Zum Einkochen nutzen wir gebrauchte Schraubgläser. Diese sammeln wir selbst und lassen sie uns von Freunden und Verwandten schenken.
Aber jetzt zum Einkochen des Rotkohls:

In einem ersten Schritt sterilisiert du die Gläser in einem mit kochendem Wasser gefüllten Kochtopf (bei einer großen Mengen nutzen wir dafür unseren großen Einmachtopf). Du kannst diesen Schritt auch ausführen, während der Rotkohl vor sich hin köchelt. Das Sterilisieren ist wichtig, damit alle vorhandenen Keime abgetötet werden. Machst du das nicht läufst du Gefahr, dass der Rotkohl im Glas schnell anfängt schlecht werden.

Beim Einkochen ist wichtig, dass viel Flüssigkeit vorhanden ist. Da der zugegebene Orangensaft schnell verdunstet und in den Rotkraut einzieht ist es sinnvoll, am Ende des Kochens entweder etwas Orangen- oder Apfelsaft oder alternativ Gemüsebrühe nachzugeben, damit für das Einkochen genügend Flüssigkeit da ist. Die Flüssigkeit wählst du nach deinem Geschmack oder nimmst das, was gerade da ist.

Nachdem du den Rotkohl nach Anleitung zubereitet und die Gläser ausgekocht hast, gibst du den Rotkohl samt Flüssigkeit portionsweise in die sterilisierten Gläser und verschließt sie mit dem Deckel.

Gib die Gläser zusammen in den Einkochautomaten und koche sie eine halbe Stunde bei 90 Grad ein.
Wenn du keinen Einkochautomaten hast, musst du einen recht großen Topf nehmen. Stelle die Gläser in den Topf und koche sie ebenfalls bei 90 Grad für eine halbe Stunde. Die Gläser sollten dabei zur Hälfte mit Wasser bedeckt sein. Berühren dürfen sie sich wegen eines möglichen Glasbruches nicht. Der Nachteil beim normalen Topf ist zudem der, dass du die Temperatur nicht steuern kannst.

Anschließend nimmst du die Gläser zunächst im Topf stehen und lässt sie kurz abkühlen. Danach holst du sie aus dem Topf und lässt sie auf einem Tuch vollständig erkalten. Wenn sich die Deckel eingezogen haben, ist ein Vakuum entstanden und der Rotkohl ist in den Gläsern sind haltbar. Zieht sich der Decken nicht ein und gibt nach, ist kein Vakuum entstanden und der Rotkohl nicht lange haltbar.

Aus einen großen Rotkohlkopf bekommen wir 5 große Gläser heraus. 🙂 Jetzt können wir auch abschätzen, wie viele Rotkohlköpfe wir im nächsten Jahr anpflanzen müssen, um uns damit selbstversorgen zu können.

Lieben Gruß,
Freddy

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