Minimalismus, Nachhaltigkeitsexperiment
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Das Ergebnis: Minimalismus-Challenge: 31 Tage, 4 Personen, 1 Challenge

Ach herrje, jetzt sind doch einige Wochen ins Land gegangen, bevor dieser Beitrag erscheint. Aber wie heißt es noch so schön? Besser spät, als nie, oder? Ich habe jetzt Urlaub und werde mal den Blog ein wenig aktualisieren. 🙂

Im Januar diesen Jahres haben wir die 31-Tage-Minimalismus-Challenge durchgezogen. Wir haben insgesamt mit vier Personen 1830 Gegenstände aussortiert. Nachdem wir wöchentlich darüber berichteten (Woche 5 unseres Nachhaltigkeitsexperiments und KonsumverzichtsWoche 6 unseres Nachhaltigkeitsexperiments und KonsumverzichtsWoche 7 unseres Nachhaltigkeitsexperiments und KonsumverzichtsWoche 8 unseres Nachhaltigkeitsexperiments und KonsumverzichtsWoche 9 unseres Nachhaltigkeitsexperiments und Konsumverzichts, gibt es jetzt die fazitziehende Zusammenfassung:

Jani & Freddy

Es ist unglaublich, was wir in diesen 31 Tagen geschafft haben. In Woche drei überkam mich (Jani) das Gefühl, die Challenge nicht zu Ende bringen zu können. Durch meine ganzen aussortierten Bilderrahmen, hatte ich schnell Tag 31 vor. Aber von der Mitte bis dahin, das konnte ich mir nicht mehr vorstellen zu schaffen.
Während ich anfangs durch das Haus ging und Dinge sah, die wegkonnten, musste ich im Verlauf systematischer und strukturierter Vorgehen, sonst hätte das nicht geklappt. Teilweise überkam mich eine Überforderung. Also nahm ich mir immer ein Zimmer oder einen Schrank vor und sortierte dort gründlich und mit System aus. Bis zum Schluss bin ich jeden Raum und jeden Schrank durchgegangen. Das war unglaublich.

Das Aussortieren ist ein Teil, das aus dem Haus schaffen, ein anderer. Wir versuchten, alles unter die Leute zu bringen, in dem wir Dinge verschenkten, spendeten und auf einem Flohmarkt und über einen Kleinanzeigenanbieter verkauften. Gut erhaltene Dinge wegzuwerfen, passt für uns nicht mit Nachhaltigkeit zusammen. Aber manche Dinge wollte einfach niemand mehr haben (sie waren echt trashig) oder sie waren kaputt. Die kamen dann in den Müll. Aber das war tatsächlich gar nicht sooooo viel.

Große Erfolge

Schlussendlich haben wir es geschafft, einen Kleiderschrank im gemeinsamen Schlafzimmer abzubauen. Meine (Jani) Kleidung passt jetzt an eine Kleiderstange (Meine Capsule Wardrobe – mehr Minimalismus im Kleiderschrank). Meine Unterwäsche bewahre ich in einer Kommode auf. Einen Teil meines Kleiderschrankes bekam unsere Quatschtröte, den anderen Teil verkauften wir. Die Kommode unserer Quatschtröte verkauften wir ebenfalls.
Freddys Schrank ist mittlerweile so leer, dass wir da problemlos Bettwäsche und Bettbezüge aufbewahren können.

caspusle_wardrobe_minimalismus_kleiderschrank

Auch im Bad haben wir sehr viel Platz gewonnen. Während unsere Handtücher auf Regalen aufbewahrt wurden, konnten diese abgebaut werden. All unsere Handtücher passen jetzt in unsere Schubladen unterm Waschbecken, das vorher mit allerlei Kram vollgestellt war.

Minimalismus_im_Badezimmer

Aber auch andere Schubladen konnten wir freiräumen, so dass wir da jetzt viel Luft haben. Ebenso sind die Regale leerer geworden, teilweise sind ganze Bretter frei geworden. Dadurch haben wir ein anderes, sinnvolleres Ordnungssystem.

Insgesamt haben wir eine Menge an Platz gewonnen, was uns sehr glücklich macht.

Gedanken

Etwa zur Mitte der Challenge fingen wir an darüber nachzudenken, was wir wirklich im Leben wollen. Familiär ist das alles klar. Aber was ist mit freier Zeit, beruflich und mit Weiterbildung? Damit haben wir uns sehr intensiv auseinander gesetzt und zum einen die Prioritäten verlagert, zum anderen Ehrenämter aufgegeben und auch den Studienplan verändert, um uns mehr Freiraum zu schaffen.

Birte

Die Challenge hat mich wachgerüttelt. Wachgerüttelt von diesem ganzen Konsum, welches im Alltag selbstverständlich war. Sie zeigte mir auf, was ich besitze, was ich davon benutze und was eigentlich nur rumliegt. Es hat sich herausgestellt, dass ich den größten Teil der Sachen nicht brauche. Das ich auch keine neuen Sachen brauche. Warum muss ich sooo viele Klamotten haben? Teils neu und nie angezogen! Das Aussortieren tat gut, es erleichterte mich, es befreite mich von einer Last, die ich vorher nie bewusst wahrgenommen habe! Ich kaufe seit dem anders ein, weniger, keine Sonderangebote von den Wühltischen. Meine Schränke sind übersichtlich, sogar meine Anziehsachen waren noch die so sortiert und übersichtlich. Und trotzdem habe ich immer noch genug Zeug welches weg kann. Die Zeit werde ich mir nehmen. Ich sortiere immer noch aus, teils nicht wirklich bewusst, eher so nebenbei. Man kommt ins grübeln, was ist im Leben wirklich wichtig? Bestimmt keine materiellen Sachen, sondern diese die man sich nicht kaufen kann. Und dieser Blick wird klarer und fokussierter! Ich wünsche mir, dass ich nicht in alte Marotten zurückfalle. Aber das glaub ich nicht, ist ja schon verinnerlicht 🙂 und es fühlt sich einfach gut an!

Quatschtröte

Ich dachte, ich komme bis Tag 15, habe es aber bis Tag 23 geschafft. Da bin ich stolz auf mich. Manchmal war das gar nicht so leicht, mich von Dingen zu trennen. Aber wenn ich sie an andere Kinder verschenken konnte, war das ein tolles Gefühl. Und ich brauche gar nicht so viel.

——-

Mittlerweile sind seit Beendigung der Challenge über zwei Monate ins Land gegangen. Unsere Challenge hat und nachhaltig verändert. Selbst jetzt kaufen wir nur noch Dinge, die wir wirklich benötigen und sammeln auch keinen weiteren Kram an. Unser Leben hat andere Prioritäten und wir achten noch mehr auf uns.

Wir können euch so eine Challenge wirklich ans Herz legen. Auch wenn es zunächst so aussieht, als befasse man sich nur mit Gegenständen, geht es im Verlauf tiefer. Das ist spannend, aufwühlend und macht Spaß!

Lieben Gruß,
Jani, Freddy, Quatschtröte und Birte

1 Kommentar

  1. Ich wünsche euch, dass ihr es so beibehalten könnt. ich finde es auch sehr angenehm, minimalistisch zu leben, aber bei uns sammelt sich doch immer allerhand an. nicht weil wir es kaufen, sondern einfach durch geschenke usw.

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