Familienalltag, Minimalismus
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Wie der Minimalismus uns verändert: viele Entscheidungen für ein ruhigeres Leben

In diesem Jahr setzen wir uns sehr viel mit den Gedanken auseinander, was uns wirklich glücklich macht und was wir brauchen. Insbesondere unsere Minimalismuschallenge (Neue Minimalismus-Challenge: 31 Tage, 4 Personen, 1 Challenge ,Das Ergebnis: Minimalismus-Challenge: 31 Tage, 4 Personen, 1 Challenge) gab uns den entscheidenen Anstupser. So kam es dazu, dass wir unser Leben weiter aufräumten und Entscheidungen trafen (und am Ende angekommen sind wir gewiss noch nicht).

In diesem Beitrag Wie macht ihr das bloß? Vereinbarkeit von Familie, Studium und Job  berichteten wir noch darüber, wie wir Job, Studium und Kinder unter einen Hut bekommen. Heute sieht es schon wieder anders bei uns aus: Freddy brach nach reiflicher Überlegung sein Studium ab und entschied sich für eine Weiterbildung. Ich gab zwei Ehrenämter auf, weil sie mich nicht mehr glücklich machten und emotional belasteten. Es war für mich nur noch eine Pflicht, keine Freude mehr. Da ich immer ein starkes Pflichtgefühl in mir trage, hat diese Entscheidung lange gedauert, bis ich sie umsetzte. Aber ich habe gelernt, dass ich viele Dinge gar nicht machen muss, sondern nur, wenn ich es möchte. Dafür nahm ich einen Dozentenjob an und lehre jetzt einen Tag in der Woche an der FH. Das macht mich richtig glücklich und gibt mir einen Ausgleich zu meinem normalen Job.

Uns wurde bewusst, dass wir mehr Ruhe in unserem Leben möchten. Wir wollen mehr unternehmen, Reisen, gemeinsam im Garten sitzen, Zeit mit Familie und Freunden verbringen, den Kopf frei haben und nicht voller Verpflichtungen sein. Und diese Entschlackung ist ein Weg dahin.

Mittlerweile verbringen wir unsere freie Zeit viel im Garten, machen Radtouren oder verschiedenste Ausflüge. Das tut uns so gut. Früher sind wir oft in die Stadt zum Bummeln gefahren, einfach so. Das machen wir gar nicht mehr und sind dafür mehr im Grünen.

Promotion? Du kannst warten.

Gerade schreibe ich an meiner Masterarbeit und sie macht mir wirklich viel Spaß. Gleichzeitig bin ich aber auch froh, wenn ich ihn geschafft und dadurch mehr Zeit habe. Das Schreiben nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch, insbesondere dann, wenn man perfektionistisch veranlagt ist. 😉 Ich werde mein Masterstudium und Freddy seine Weiterbildung in diesem Jahr beenden. Eigentlich wollte ich im nächsten Jahr mit meiner Promotion beginnen, aber das werde ich schieben. Im nächsten Jahr wollen wir die neue freie Zeit genießen. Ich habe sechs Jahre lang neben dem Job und Kindern studiert und so langsam reicht es auch. Promovieren kann ich auch, wenn die Kinder größer sind. Vielleicht mache ich es auch nicht, ich weiß es nicht. Mal sehen, was die Zeit so bringen wird.

Wir hören mehr auf uns und unser Gefühl….

Wir haben in diesem Jahr so vielfältige (entschlackende) Entscheidungen getroffen, die unser Leben positiv verändern. Neben dem Sparen, der Nachhaltigkeit und dem Konsumverzicht, achten wir viel mehr auf uns. Denn wir können nur gute Eltern sein, wenn wir selbst glücklich sind. Das soll nicht heißen, dass wir früher nicht glücklich waren. Wir sind sehr positivdenkende, glückliche Stehaufmännchen, aber jetzt kommt zu dem Glücklichsein einfach noch mehr Ruhe und Gelassenheit hinzu.
Auch wenn wir das schon lange wussten, konnten wir das jetzt richtig akzeptieren: Wir sind nicht die Partygänger, die bis-in-die-Puppen-Durchmacher, die auf-Spielplätzen-Sitzer, die auf-jedem-Fest-tanzenden-Eltern, die geselligen-Vereinsmenschen und lange mit (fast)-fremden-Menschen-Gesprächeführer. Wir brauchen Ruhe und Auszeiten zu Hause in unserem Reich und feste Rhythmen. Seitdem wir das akzeptiert haben, geht es uns viel, viel besser. Wir müssen nicht wie andere sein und auf jeder Hochzeit tanzen. Manchmal haben wir uns noch zu sehr verbogen, um andere zufriedenzustellen oder „weil es sich so gehört“, um anschließend erschöpft zu sein oder auf der Strecke zu bleiben. Diese Zeiten sind vorbei.
Wir verbiegen uns nicht mehr für Menschen, sondern tun das, was uns gut tut und können auch mal nichts tun.

Entschlackung auch im Job…

Wir beide lieben unsere Arbeit, sehen sie als Ausgleich zum Familienleben und sind sehr glücklich damit. Aber auch hier muss ich (Jani) entschlacken. Ich neige dazu, zu viel und zu viele Dinge gleichzeitig zu machen, um allen gut helfen zu können. Und wer dabei auf der Strecke bleibt, ist ja klar… Auch weil ich täglich mit den unterschiedlichsten Problemen der Menschen zu tun habe und teilweise viel Leid sehe und mein Gehirn immer nach Lösungen sucht, muss ich mir Auszeiten einbauen und gönnen. Ich brauche Zeit, um Luft zu holen, zu verarbeiten und wieder Kraft zu tanken. Auch da bin ich gerade auch dabei, meinen Arbeitsalltag anders zu strukturieren und auch mal Nein zu sagen. Gar nicht so leicht. Das ist ein Lernprozess, der absolut notwendig ist. ❤

Du siehst, es passiert gerade ganz viel. Manche Veränderungen brauchen einfach Zeit, sind aber schon langsam in Sicht.

Lieben Gruß,
Jani & Freddy

 

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