Minimalismus
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Minimalistisch Reisen als Familie

Letztes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr reisten wir in einen Kurzurlaub nach Berlin und waren dort schon minimalistischer unterwegs, ein erster kleiner Test sozusagen. Jetzt aber starteten wir in den ersten Sommerurlaub, in dem wir bewusst wenig mitgenommen haben.

Im letzten Jahr hatten wir uns zwar überlegt, dass wir in diesem Jahr nach Spanien wollten, aber da uns Frankreich so gut gefallen hat, wollten wir noch einmal etwas Urlaub nachlegen und noch mehr sehen. Also fuhren wir in diesem Jahr in die Normandie. Was wir für diese Zeit mitgenommen haben, erfährst du  jetzt. 🙂

1. Notwendig oder Nice-to-have?

Früher haben wir für alle Eventualitäten gepackt. Das kennst du bestimmt auch, oder? Da wird dann noch mal schnell ein schönes Kleid zum schicken Ausgehen, das dritte Paar Schuhe oder vorsichtshalber noch ein zweites Buch eingepackt, weil man es ja eventuell doch tragen bzw. lesen könnte. Aber wie oft muss man sich fürs Essen gehen herausputzen und wie oft kommt man mit Kindern wirklich zum Lesen? In einer Ferienwohnung kannst du deine Wäsche zudem selber waschen und dich selbst versorgen, so dass viel Kleidung insgesamt einfach nicht notwendig ist. Auch an anderen Dingen kannst du im Familienurlaub super sparen. Wir haben früher beispielsweise kistenweise Spielzeug mitgenommen, das dann unbenutzt wieder mit zurück kam, weil wir doch die meiste Zeit unterwegs sind und Ausflüge machten.

Was wir damit sagen wollen: Du solltest intensiv überlegen, was du wirklich brauchst und was Nice-to-have ist und eigentlich ungenutzt wieder mit nach Hause fährt.

2. Wetter checken

Wir schauen als grobe Orientierung immer vorab, wie das Wetter wird und packen dementsprechend Kleidung ein. In diesem Urlaub war bei uns laut Wetterbericht relativ viel Regen angesagt, weshalb im Vorfeld die Regenjacke und Gummistiefel nicht fehlen durften. Wenn wir aber irgendwo in den heißen, trockenen Süden gefahren wären, wären diese guten Stücke zu Hause geblieben. Daher ist ein Wettercheck vor der Reise immer sehr sinnvoll und das was eingepackt werden muss, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.

3. Waschmöglichkeiten

Ideal für einen minimalistischen Urlaub sind Ferienwohnung. Dort kannst du meist deine Wäsche waschen, brauchst dementsprechend wenig Kleidung mitzunehmen und kannst dich mit Lebensmitteln selbst versorgen.
Kleidung kann man oft länger als einen Tag tragen. Und solltest du im Hotel übernachten, so kannst du notfalls deine Kleidung auch mit Reisewaschmittel im Waschbecken/Dusche/Badewanne waschen.

4. Bettwäsche und Handtücher

In Hotels ist es Gang und Gäbe, in Ferienwohnungen nicht immer. Deshalb schau nach, ob Bettwäsche und Handtücher gestellt werden. So kannst du dein Gepäck ebenfalls minimieren.

5. Packliste schreiben und streichen

Wir schreiben für jede Person eine Packliste mit den nötigsten Dingen. Grob sollte man für die Erwachsenen drei bis vier Garnituren einpacken, für die Kinder vier bis fünf. Es kommt halt immer auf das Wetter an. Die eingepackte Kleidung ist so abgestimmt, dass alles untereinander kombiniert werden kann und ein Zwiebellook möglich ist. Da wir nur noch für unsere Jüngste die Koffer packen, bezieht sich die Packliste auf uns beiden Erwachsenen und sie.

In diesem Jahr sah unsere Packliste dann so aus (Vorhersage des Wetters war 19 bis 22 Grad, zwischendurch Regen):

Freddy

  • 1 lange Hose
  • 1 kurze Hose
  • 4 T-Shirts
  • 1 Sweatshirtjacke
  • 1 Regenjacke
  • 1 Paar Sandalen, 1 Paar Turnschuhe
  • Unterwäsche, Socken, Schlafanzug Jogginghose
  • Badehose
  • 1 Buch

Jani

  • 1 lange Hose
  • 1 kurze Hose
  • 1 langer Rock
  • 4 T-Shirts
  • 1 Strickjacke
  • 1 Regenjacke
  • 1 Paar Sandalen, 1 Paar Turnschuhe, 1 Paar Gummistiefel
  • Unterwäsche, Socken, Schlafanzug, Jogginghose
  • Bikini
  • 1 Buch

jüngste Tochter

  • 1 lange Hose
  • 2 Leggins (1x 3/4, 1x lang)
  • 1 kurze Hose
  • 5 T-Shirts
  • 1 Strickjacke
  • 1 Paar Sandalen, 1 Paar Turnschuhe, 1 Paar Gummistiefel
  • 1 Regenjacke
  • Unterwäsche, Socken, Schlafanzug, Jogginghose
  • Kopfbedeckung
  • Badeanzug
  • 2 Bücher (1 Vorlesebuch und 1 Wissensbuch für gemeinsame Entdeckungen)

Hinzu kommt noch die Kleidung, die wir am Anreisetag trugen (so kam auch mein Lieblingskleidungsstück die Jeansjacke mit! ❤ ). Insgesamt packten wir pro Person noch ein großes und je ein kleines Handtuch sowie jeweils ein Strandlaken mit ein.

Unser Koffer für drei Personen sah dann tatsächlich so aus:

minimalistisch_reisen_als_Familie.jpg

Der Koffer ist recht klein und wir hatten auf dieser Seite immer noch Platz. Da verstauten wir dann die Kosmetiktaschen, Sonnencreme und ein Bücher. In der anderen Hälfte des Koffers wurden dann die Handtücher untergebracht. Auch da hatten wir noch Platz, so dass dort die Reiseapotheke ihren Platz fand.

6. Kosmetik minimieren

Zu der Kleidung kamen bei jedem eine Bürste, Zahnbürste, Zahnpasta, Duschseife, festes Shampoo, Deo (bei der kleinen natürlich nicht) und Sonnencreme hinzu. Du kannst hier prima reduzieren, in dem du auf festes Shampoo und Duschseife zurückgreifst. Überlege auch hier, ob du wirklich viel Schminke mitnehmen musst, oder ob weniger vielleicht doch ausreicht, weil du es gar nicht nutzt.

6. Wenig Spielzeug

Spielzeug ist immer so eine Sache. Aber auch hier reduzierten wir in diesem Jahr stark, was für unsere jüngste Tochter selbstverständlich war (damit haben wir noch nicht gerechnet, da sie eine kleine Chaosqueen ist 😉 ). Sie hat von Anfang an nur die für sie wichtigsten Spielsachen eingepackt: 2 Kuscheltiere und einige Schleichpferde. Es gab überhaupt keine Diskussionen. ❤  Wir haben früher von zu Hause auch viel Strandspielzeug mitgenommen, aber nur selten genutzt, weil wir mehr unterwegs waren, als am Strand zu liegen. Also haben wir diese Sachen auch zu Hause gelassen. Mitgenommen haben wir dann noch vier Familienspiele für abends oder schlechtes Wetter. Wichtig allerdings war noch der CD-Player für die Hörspiele, die unsere Jüngste abends oder zwischendurch zur Entspannung hört.

Mehr braucht es im Prinzip für uns für einen Urlaub nicht. Gerade im Ferienhaus hat man alles vor Ort, so dass vieles gar nicht erst mitgeschleppt werden muss.

Wegen unserer Zöliakie haben wir auch unseren eigenen Toaster, Pfanne und Kochutensilien sowie einige Lebensmittel mitgenommen. Natürlich durfte auch unser Wassersprudler nicht fehlen. Bei den Ausflügen hatten wir immer Essen und Getränke in unseren Rücksäcken dabei, weil wir nicht mal eben schnell irgendwo etwas Essbares kaufen können. Und auswärts essen ist auch nicht drin, wodurch wir uns komplett selbst versorgten und bares Geld sparten. 🙂

Unser Fazit: Alles was wir dabei hatten, war vollkommen ausreichend. Beim nächsten Mal dürfen wir nur nicht die dicken Socken und Hausschuhe vergessen. 🙂

Jetzt interessiert uns, wie du alleine oder mit deiner Familie reist. Was ist dir da besonders wichtig? Worauf achtest du?

Lieben Gruß,
Jani & Freddy

 

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: Minimalismus

von

Jani. | Mutter. Ehefrau. Arbeitnehmerin. Studentin. Schöne Dinge- und Natur Liebhaberin. Entdeckerin. Tüftlerin. Denkerin. Kleine Weltverbesserin. Optimistin.

1 Kommentar

  1. Da wir noch nie ein Auto hatten, packe ich auch immer minimalistisch. Letztens in Kiel war es dann allerdings kälter als erwartet (gemeldet waren 20 Grad), da habe ich mir dann spontan noch einen dicken Pulli gekauft… Das war dann auch nicht Sinn der Sache :-/ Ich kann also nur empfehlen, immer auch mit kaltem Wetter zu rechnen 😀

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