Minimalismus
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Das wirklich Wichtige im Leben für uns: Zeit

Da wir die Blogparade zum Thema „Was ist wirklich wichtig im Leben?“ ins Leben gerufen haben, sind wir dir natürlich auch noch einen Beitrag von uns schuldig. 🙂

Früher haben wir immer etwas zu tun gehabt: neben dem Studium gejobbt, nach dem Studium hauptberuflich gearbeitet und nebenher studiert, Verpflichtungen gehabt, immer unterwegs gewesen. Und natürlich dabei noch die Familie und Beziehung gepflegt. Wir hatten immer Pläne, was wir als nächstes machen wollten. Manchmal war das ganz schön anstrengend. Wir hatten Zeit, haben sie aber immer verplant und mit Verpflichtungen vollgestopft.
Irgendwann kamen wir aber an einem Punkt, an dem wir das nicht mehr wollten. Durch unseren 26-Wochen-Konsumverzicht und unsere 31-Tage-Minimalismus-Challenge fingen wir an, unser ganzes Mindset, unsere innerliche Haltung komplett zu überdenken und zu verändern. Und wahrscheinlich hat da auch der Faktor mit reingespielt, dass wir beruflich endlich, nach vielen Jahren der Unzufriedenheit, angekommen und zufrieden sind. Es kamen einfach verschiedene Faktoren zusammen, die einander beeinflusst und bedingt haben.

Wir entwickeln uns stetig weiter. Ein Richtig oder Falsch gibt es für uns hierbei nicht. Für uns ist immer der Weg das Ziel. 🙂 Heute gehört für uns Zeit zu haben zu den wichtigen Aspekten in unserem Leben. Wie sich das in unserem Alltag zeigt, zeigen wir dir jetzt. 🙂

8 to 4 Job – mehr Familienzeit

Wir sind beruflich vielleicht langweilig für manch andere, aber für uns ist es genau richtig. Während Freddy um 6.45 Uhr anfängt zu arbeiten, starte ich um 8.15 Uhr. Ich übernehme morgens den Versorgungspart. Wir kommen alle nachmittags fast zur gleichen Zeit nach Hause und haben dann wirklich Zeit für uns. Wir versuchen uns möglichst wenig Verpflichtungen anzunehmen, um die gemeinsame Zeit zu genießen oder um uns um uns selbst zu kümmern und Hobbys nachzugehen.
Wenn wir alle nach Hause kommen, setzen wir uns erst einmal gemeinsam an den Tisch und sprechen über den Tag, trinken einen Kakao, essen ein Eis, was auch immer. Für uns ist das sehr wichtig. Danach machen wir was zusammen, kochen für den nächsten Tag vor oder jeder schaut für sich, was er gerade braucht. Abends essen wir dann gemeinsam, die Kinder machen sich fertig, wir schauen zusammen die Kindernachrichten Logo, bringen die Jüngste mit einer Geschichte ins Bett und ab 20.15 Uhr ist dann unsere Paarzeit. An den Wochenenden und Feiertagen haben wir frei. Wir lieben dieses ruhige Leben ohne großartige Verpflichtungen abgöttisch.

Mehr Geld in der Tasche – Zeit für Unternehmungen

Wir sind keine Großverdiener, sondern Normalverdiener. Jedoch geben weniger Geld für Luxus oder Quatsch aus und haben unsere monatlichen flexiblen Ausgaben und Fixkosten stark gesenkt (hier findest du Beiträge von uns, die sich mit unserer Finanzoptimierung beschäftigen). Eigentlich geben wir monatlich nur Geld für Sprit, Lebensmittel und eben die Fixkosten aus. Wir beschränken uns auf das Notwendige. Dadurch sparen wir mehr Geld. Das führt dazu, dass wir wesentlich entspannter sind. Die Konten sind immer im Reinen, wir können immer mehr Geld ansparen und haben dadurch auch Geld für (größere) Ausflüge, Unternehmungen, Attraktionen und Kurzurlaube zur Verfügung. Diese Erlebnisse bedeuten uns viel und wir zehren da auch lange von.

Frei in unseren Entscheidungen

Wir müssen uns keine Gedanken mehr darum machen, mehr arbeiten zu müssen, um unser Leben finanzieren zu können. Wir müssen uns auch keine Gedanken darum machen, ob ich (Jani) meine Stunden aufstocken muss. Nein, wir können beide so viel arbeiten, wie wir es wollen. Zudem lieben wir noch unsere Jobs, was will man mehr? Freddy und ich sind beide Menschen, die Sicherheit brauchen. Und die haben wir erlangt. Es fühlt sich so frei und gut an. Zudem können wir spontan entscheiden, was wir am Wochenende machen. Wir sind durch die freie Zeit flexibel und spontan geworden.

Mehr Ausgeglichenheit

Wir freuen uns nach der Arbeit nach Hause zu kommen und umgekehrt auch auf unsere Arbeit. Beide Pole sind im Lot. Dadurch, dass wir uns keine finanziellen Sorgen machen müssen, Zeit für unsere Familie haben und unsere Berufe gerne ausüben, sind wir wesentlich entspannter. Wir wissen, dass das nicht selbstverständlich ist und schätzen  es daher sehr.
Wir können uns auf die Dinge konzentrieren, die uns wichtig sind. Wir wissen, was uns guttut und was nicht. Dadurch haben wir gelernt, auch mal nein zu sagen und für uns einzustehen (im Juli haben wir noch darüber gebloggt, falls dich das interessiert: Mehr Zeit und Zufriedenheit durch Minimalismus). Wir haben, bis auf den normalen Stress bei der Arbeit, keinen großartigen anderweitigen Stress. Und an den Wochenenden und freien tagen genießen wir die freie Zeit, entspannen uns und sammeln Kraft.

Gleichberechtigte Partnerschaft

Und da wir beide Zeit haben, teilen wir uns den Haushalt gleichermaßen. Während ich mich um die Wäsche kümmere, saugt Freddy durch das ganze Haus. Er repariert Dinge, ich kümmere mich um die Finanzen. Jeder hat hier seine Aufgabe, wir sind ein eingespieltes Team. Auch hier schaffen wir uns Zeit und Freiräume, weil wir uns die Pflichten aufteilen. Das führt natürlich auch zu mehr Ausgeglichenheit auf beiden Seiten.

Fazit

Wir haben durch einen minimalistischen Lebensstil sehr viel Zeit und Freiheiten gewonnen und unseren Weg gefunden. Wir wissen, was wir wollen und was nicht. Zeit zu haben, schenkt uns die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen und etwas zu erleben. Wenn wir später auf unser Leben zurückblicken, möchten wir uns an schöne Zeiten erinnern können. An Käufe werden wir uns nicht erinnern, an gemeinsame Momente schon.
Wir leben nur einmal und daher möchten wir unser Leben so gestalten, dass wir es gerne leben und uns den schönen Seiten im Leben zuwenden. Wir möchten uns nicht für irgendwas aufopfern, was uns keinen Spaß macht oder uns auslaugt.

Lieben Gruß,
Jani & Freddy

 

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Jani. | Mutter. Ehefrau. Arbeitnehmerin. Studentin. Schöne Dinge- und Natur Liebhaberin. Entdeckerin. Tüftlerin. Denkerin. Kleine Weltverbesserin. Optimistin.

4 Kommentare

  1. Das hab ich so ähnlich mit meine Töchtern auch gemacht als die klein waren, viel unternommen das auch nicht unbedingt Geld gekostet hat. Ausflüge auf Wiesen, an Bäche in den Wald oder so. Da sprechen meine Töchter heute och oft von.
    LG Marion

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  2. „An Käufe werden wir uns nicht erinnern, an gemeinsame Momente schon.“ welch toller Satz, der einem doch mal zum Nachdenken animiert. Vielen Dank für dein Fazit und vielleicht 😀 bringen wir nun auch endlich mal mehr Minimalismus in unser Leben. Eine schöne Vorweihnachtszeit und liebe Grüße Anja und Charly 🙋🏻‍♀️🐶

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