Alle unter Nachhaltigkeit verschlagworteten Beiträge

Minimalismus in der Familie: So misten wir langfristig aus

Minimalismus gehört mittlerweile fest zu unserem Leben. Über die Jahre hinweg haben wir unser zu Hause optimiert. Wir haben umgestellt, umgebaut und wegrationalisiert. Von einem bunten Allerlei haben wir unsere Einrichtung heller und natürlicher gestaltet, ganz im Sinne eines skandinavischen Wohnstils. Früher haben wir Schränke gekauft, um unseren Kram unterbringen zu können und mehr Stauraum zu schaffen. Seit etwa zwei Jahren verschwinden diese Schränke nach und nach, weil wir kontinuierlich konsequent und gründlich aussortieren. Wir brauchen diesen zusätzlichen Stauraum nicht mehr. Irgendwas veränderte sich damals in uns, wir konnten es aber noch nicht genau definieren, es war ein unmerklicher Prozess. Über Minimalismus haben wir uns damals, als unsere Veränderung anfing, noch keine Gedanken gemacht. Jetzt aber wissen wir, dass sich hinter unterer Veränderung eine minimalistische Haltung verborgen hat. Deshalb möchten wir dir in diesem Beitrag zeigen, wie wir langfristig ausmisten und dadurch als Familie minimalistischer leben. An dieser Stelle empfehlen wir dir unsere Beiträge zu unserer Minimalismuschallenge aus Januar 2019 und unsere weiteren Beiträge zum Thema Minimalismus in der Familie. Wir beschränken uns beim Ausmisten, …

Pfefferminze ernten und trocknen

Als wir im April in Hamburg waren, hat uns mein Bruder einen Trieb Pfefferminze geschenkt. Während der Zugfahrt ist sie sehr eingegangen. Zu Hause angekommen, haben wir sie direkt in einen Blumenkasten eingepflanzt und gewartet, ob sie sich noch erholt. Und was sollen wir sagen? Aus diesem Trieb ist ein ganzer Blumenkasten voller Pfefferminze geworden. So toll! Wir haben immer mal zwischendurch Pfefferminze gepflückt und verarbeitet und Ende August die Pfefferminze komplett geerntet, um sie dann zu trocknen und im Winter zu leckerem Tee zu verarbeiten. Folgendes solltest du zunächst beachten Die Pfefferminze braucht einen sonnigen (ganzen Tag Sonne) bis halbschattigen (Morgen- oder Abendsonne, restlicher Tag schattig) Ort. Die Erde muss feucht bleiben, die Wurzeln dürfen nicht austrocknen. Idealerweise ist der Boden humusreich und durchlässig. Gieß nicht die Blätter, sondern die Erde, weil es sonst zu irreparablen Schäden an den Blättern kommen kann. Im Winter wird die Pflanze komplett runtergeschnitten (die geernteten Blätter eigenen sich jedoch nur zum Einfrieren, wenn der Sommer sehr warm war. Nach kühlem, regnerischen Sommer lohnt es sich meist nicht, die …

Nachhaltig leben: Glas statt Plastik?

Wir wissen, dass Plastik weder gesund für uns Menschen noch für die Umwelt ist. Also suchen wir nach Alternativen. Aber was sind wirkliche Alternativen? Immer wieder greifen wir zu Glas und nutzen die leeren Gläser zur Aufbewahrung und Einmachen weiter. Gute Idee, oder? Aber irgendwann braucht man auch keine Gläser mehr auf Vorrat – und was ist dann? Das Glas kommt in den Altglascontainer. Wir stellten uns daher die Frage, ob Glas wirklich nachhaltiger ist, als Plastik. Hier also der Check! Glas besteht zu 24 % aus Sand, zu 74 % aus Pottasche und zu 2 % aus Kalk/Kreide (Schott.com). Um eine Tonne Neuglas zu produzieren, müssen 7 Kubikmeter Gestein abgebaut werden (Utopia). Je nach Gemengenzusammensetzung schmilzt Glas bei zwischen 1000 °C und 1600 °C (Schott.com). Durch den enormen Energieverbrauch ist die Glasproduktion zunächst erst einmal nicht nachhaltig und hat eine ökologisch schlechtere Bilanz, als Plastik. Damit sich Glas ökologisch rentiert, muss es daher lange genutzt werden. Dafür eignet sich Glas im Pfandsystem. Die Mehrweggläser werden zurück zum Hersteller gebracht, dort intensiv gereinigt, wiederbefüllt und in die Supermärkte geliefert. Gehört …

Wir gehen unter die Kleingärtner: Hochbeet und Komposter anlegen

Schon lange träumen wir davon, unser eigenes Gemüse anzupflanzen. Diesen Sommer haben wir unseren Traum realisiert, uns ein Hochbeet gebaut und einen Komposter angelegt. Unsere Ziele sind es, die Biomülltonne abzuschaffen und unser Gemüse weitestgehend selbst anzubauen. Wir sind schon voller Vorfreude! Ein Hochbeet kann man aus verschiedenen Materialien wie Stein, Kunstoff, Metall oder Holz bauen. Wir haben uns für Holz entschieden. Zunächst haben wir für den Bau geschaut, ob wir noch Holz haben, das wir dafür verwerten können. Davon hatten wir aber nicht mehr ausreichend, weil wir das schon in den letzten Monaten verbraucht haben, u.a. durch den Bau von Blumenkästen. Dann rechneten wir durch wie teuer es wäre, wenn wir Holz neukaufen und daraus ein Hochbeet bauen würden  – wobei wir das ungern wollten, weil wir lieber vorhandene Ressourcen nutzen wollten. Also schauten wir auch beim großen Kleinanzeigenanbieter, ob wir dort fündig werden. Und das hat geklappt. Wir haben gebrauchte Palettenrahmen gefunden, die von der Größe her genau passen und sich ideal für ein Hochbeet eignen. Sie sind sehr stabil und robust, schließlich …

Biogemüse in Plastik? Wie passt denn das zusammen?

Jedes Mal wenn wir im Supermarkt einkaufen, regen uns die Massen an Plastik auf. Insbesondere beim Obst und Gemüse fällt uns das immer wieder negativ auf. Viele Produkte lassen wir liegen, weil sie umhüllt von Plastik sind. „Na gut“, dachten wir, bei Bio wird es wohl anders sein. Aber Pustekuchen, auch Bio-Gemüse und Bio-Obst sind voller Plastik. Wir haben uns gefragt wie das sein kann und etwas recherchiert. Tatsächlich gibt es Gründe, warum Bio-Gemüse und Bio-Obst in Plastik verpackt sind.   Unterscheidung und Kennzeichnung: Bioprodukte müssen sich eindeutig vom konventionellen Obst und Gemüse unterscheiden lassen, weshalb sie gekennzeichnet werden müssen und es eine Kennzeichnungspflicht gibt (Verbraucherzentrale Bayern; BR Bayern) Schutz vor Kontaminationen: Plastik soll die Biopdrodukte schützen. Bioprodukte dürfen nicht mit Pestizid-Rückständen von konventionellen Produkten in Berührung kommen (Neue Westfälische) Weite Wege: Händler beziehen Bio-Produkte häufig nicht von einem Verkäufer vor Ort, was oft zu weiten Wegen führt. Da die Produkte einige Stationen durchlaufen, bevor sie im Supermarkt ankommen, soll die Plastikverpackung sie schützen (Utopia). Zu wenig Bio-Produkte: Das konventionelle Obst und Gemüse macht immer noch …